Logo FDP-Ortsverband Mettmann

FDP Mettmann stellt Ablehnung der Bebauung Kirchendelle ausführlich dar,

Die FDP Fraktion ist seit Beginn gegen die Bebauung der Kirchendelle und stellt in einer ausführlichen Stellungnahme die Beweggründe dar.

FDP Mettmann auf Ortstermin in der Kirchendelle

Im Ausschuss für Planung, Umwelt und Bauen am 16.09.26 hat die Verwaltung die Pläne zur Bebauung der Kirchendelle vorgestellt. Erstmals wurde auch eine Skizze vorgelegt, auf der eine mögliche Gebäudeanordnung für den geplanten Supermarkt zu sehen war. Bei einer Wanderung durch die Kirchendelle ging es daher um die erneute Betrachtung der geplanten Baugebiete direkt vor Ort. Am 13. Oktober wird der Rat final über die bereits mehrheitlich im Planungsausschuss beschlossene Wohnbebauung, eine 14 Meter breite Straße und ein Nahversorgungszentrum inkl. großer Parkplatzfläche entscheiden. Vom ersten Tage an sprach sich die FDP Fraktion kritisch gegen diese Pläne aus. Intensive Gespräche mit Anwohnern, dem BV Metzkausen sowie der Bürgerinitiative vor Ort sorgten für eine Abwägung aller Argumente und verfestigten die Ablehnung aller Bauvorhaben. Mehrfach waren dabei die FDP-Ratsmitglieder vor Ort. 

Die FDP Fraktionsvorsitzende Andrea Metz führt aus: „Bereits bei Vorlage der Fortschreibung des Einzelhandelsgutachtens, haben wir die Untersuchungsergebnisse bemängelt und der Verabschiedung unsere Zustimmung verweigert.“ Der stv. Fraktionsvorsitzende Thomas Sterz ergänzt: Insbesondere fehlte uns eine Untersuchung der Auswirkungen auf die übrigen Supermärkte der Stadt. Wir sahen daher  keinen Bedarf an weiteren Nahversorgern, was uns Bürger aus dem geplanten Einzugsgebiet bestätigten.“

Neben diesem zentralen Gesichtspunkt des fehlenden Bedarfes sind zwei weitere Aspekte aus Sicht der FDP von zentraler Bedeutung: Zum einen ist es gerade der grüne Gürtel um und in Mettmann, der unsere Stadt liebens- und lebenswert macht. Die Beschneidung der wichtigen Frischluftschneise in Zeiten von immer wärmeren Temperaturen und die Versieglung großer Flächen darf nicht in Art einer „Salamistrategie“ voranschreiten. Die Liberalen fürchten, dass Tür und Tor für eine Hauptverkehrsachse zwischen Peckhauser Str. und Hasseler Str. geöffnet wird. Dies könnte zukünftig die weitere, großflächige Versiegelung fruchtbarer Ackerböden durch zusätzliche Wohnbebauung nach sich ziehen. „ Das wollen wir nicht“, so Andrea Metz. In diesem Punkt sei die FDP tatsächlich „grüner als die Grünen“.

Zum zweiten wird die Bebauung zusätzliche Verkehrsströme aus ganz Mettmann anziehen. Den so genannten „Nahversorger“ werden Bürger aus ganz Mettmann mit dem Auto anfahren. Dass die Hasseler Straße diese Verkehrsströme aufnehmen kann, bezweifeln wir“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Sterz.

Grundsätzlich spricht sich die FDP Mettmann dafür aus, die weitere Einwohnerentwicklung mit der vorhandenen Infrastruktur und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt in Einklang zu bringen. Die Liberalen halten eine Einwohnerzahl von rund 40.000 für eine Größenordnung, die nicht wesentlich überschritten werden sollte. Zusätzliche Einwohner bedeuten auch zusätzliche Anforderungen etwa an Feuerwehr und Rettungsdienst, Bildung und Verkehr

Dieses sind die drei wichtigsten Gründe, warum die Fraktion der Liberalen weiterhin bei einer Ablehnung bleibt. Auch bei der entscheidenden Ratssitzung am 13. Oktober. Aufgrund der hauchdünnen Mehrheit für die CDU, Grünen, SPD und ZSM, die sich für die Bebauung ausgesprochen haben, könnte es zu einer denkbar knappen Abstimmung kommen. Die FDP als zweitstärkste Fraktion erhält für die Position auch Zuspruch von weiteren Fraktionen und Ratsmitgliedern in der Ablehnung der Kirchendelle Bebauung. Da alle Fraktionen über die letzten Monate die jeweilige Position deutlich gemacht haben, könnte eine geheime Abstimmung dazu beitragen, dass jedes Ratsmitglied wirklich nur nach seinem Gewissen abstimmt und nicht einem Fraktionszwang entsprechend.

 

Bürgergespräch
Ortsbegehung
Vorstand und Fraktion vor Ort
Kirchendelle